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Mindset eines erfolgeichen Selbstständigen

Auf dem Weg zur Selbstständigkeit kann es mitunter zu Schwierigkeiten und Problemen, aber auch zu großen Herausforderungen kommen. Daher ist es gut, sich vorher ein solides „Mindset“ aufgebaut zu haben. Ein Mindset beschreibt das Denken über Situationen. Über die gleiche Situation können zwei Menschen völlig unterschiedlich denken. Der eine denkt: Warum ich? Der andere denkt: Was kann ich daraus lernen?

Mit welchem Mindset kann ich erfolgreich selbstständig werden oder sein?

Im Mittelpunkt steht der Kunde

Simon Sinek – Der Kunde im Mittelpunkt – Quelle: [1]
Viele Denken: Am Anfang steht das Geld. Wie kann ich mit einer Idee viel Geld verdienen? Dies ist das typische Mindset eines Angestellten. Ein Angestellter arbeitet für Geld. Er tauscht seine Arbeitszeit gegen Geld. Wer sich selbstständig machen möchte, wird mit diesem Denken sehr unglücklich. Denn besonders die ersten Jahre wird sein Stundenlohn als Selbstständiger in den meisten Fällen viel niedriger ausfallen, als es sein Angestellten-Gehalt ist. Wer an diesem Punkt noch nicht umgedacht hat, wird komplett demotiviert aufgeben.

Die oberste Priorität ist es, mit einer Unternehmung (egal ob Firma oder Selbstständigkeit, ob Projekt oder Festanstellung) einem Kunden oder Mitmenschen einen Nutzen zu bieten. Das Stichwort hierzu lautet: Strategie. Man beschäftigt sich mit der Zielgruppe, dem Kundenbedürfnis etc.

Weiterhin ist mir sehr wichtig:

  • Was kann ich mit dem Projekt lernen?
  • Welche Kontakte kann ich mit einem Projekt knüpfen?
    Es spielt bei dieser Frage keine Rolle, ob Kunde, Partner oder Mitarbeiter

Die Angst vorm Versagen

Steve Jobs bei seiner berühmt gewordenen Rede an der Stanford Universität – Quelle: [2]

Oft hört man von der Angst des Scheiterns, oder gar von der drohenden Privatinsolvenz
Wenn ich meinem Kunden einen Nutzen biete, dann wird er auch bereit sein, dafür zu bezahlen. Wenn ich ihm einen guten Nutzen biete, dann wird mein Kunde nicht zulassen, dass ich insolvent gehe.

Wenn der Nutzen nicht groß genug ist, um den Aufwand bzw. die Kosten zu decken, dann muss ich überlegen, ob ich mein Vorhaben dennoch machen möchte, weil vielleicht auch andere Punkte von Interesse sind, wie Berufserfahrung oder Kontakte etc.

Steve Jobs war während des Studiums lange verzeifelt. Er hat seinen Studiengang geschmissen und angefangen, einzelne Kurse zu besuchen, die ihn interessierten, wie z.B. Kalligraphie. Später hat genau dies ihm dabei geholfen, den Mac mit wunderschönen Schriftarten auszustatten.

Steve Jobs sagt sinngemäß: „Folge Deinem Herzen, auch wenn Du damit den normalen Pfad des Lebens verlässt und zeitweise scheitern wirst. Später kann diese Erfahrung sehr nützlich sein.“

Geld spielt eine untergeordnete Rolle

In meinen eigenen Projekten ging und geht es selten um Geld und schon lange nicht mehr darum, Gewinn zu machen. Bei der Firma Schirm haben wir als Ingenieurbüro mit 3 Mitarbeitern 600.000 – 800.000€ Gewinn vor Steuern gemacht, bei einem Umsatz von 3-5 Millionen € jährlich im individuellen Anlagenbau. Der Branchenschnitt liegt weit drunter bei 125.000-200.000€ Umsatz / Mitarbeiter. Wir waren bei unserer Arbeit extrem effektiv.
Ich bin 2012 aus der Firma ausgestiegen, weil ich neue Betätigungsfelder suchte, mir war schlicht langweilig geworden… Seit 2014 bin ich finanziell frei und brauche nicht mehr arbeiten, um Geld zu verdienen, obwohl ich dennoch gerne Geld verdiene :-)

Mir ist bewusst, dass ich dadurch aktuell in einer recht komfortablen Position bin. Allerdings bin ich auch nur dorthin gekommen, weil mir Geld nie wichtig war. Ich selbst lebe recht bescheiden. Mir waren immer Weiterbildung, Erfahrungen sammeln und Kontakte wichtig. Das Finden der richtigen Strategie und das Treffen guter Entscheidungen.

Ich selbst habe noch nie in meinem Leben Wert auf Statussymbole oder teure Urlaube gelegt. Mit nun knapp 34 Jahren hatte ich bisher erst 2 Autos, das erste war zum Zeitpunkt des Kaufes 17 Jahre alt, das zweite 6 Jahre. Der schönste Urlaub meines Lebens war eine 6-wöchige Campingreise, bei der ich fast kein Geld brauchte. Es gab eine Zeit, in der ich sehr luxeriös gewohnt habe. Es hat mir nicht mehr gegeben, als das spätere Wohnen in einer WG in einem 20m² Zimmer.

Das Denken erfolgreicher Selbstständiger und Unternehmer

Wenn man in den Biografien erfolgreicher Unternehmer schaut, wird man überall recht ähnliche Sichtweisen finden. Ich kenne keinen Menschen, den ich als erfolgreich ansehe (ob privat oder geschäftlich), dem Geld sehr wichtig ist. Es ist Mittel zum Zweck, mehr nicht. Gute Beispiele hierfür sind: Richard Branson, Steve Jobs, mein damaliger Chef Gerd Höhn. Alle arbeiten, um etwas tolles zu bewirken, um in der Welt etwas zum Positiven hin zu verändern. Niemand von denen würde behaupten, er arbeite um Geld zu verdienen. Diese Menschen hatten auch fast nie Angst um einen Mangel an Geld, weil sie stets viel Gutes für ihre Mitmenschen gemacht haben.

Umgang mit Problemen
Eine Ausnahme ist z.B., als Steve Jobs aus Apple geworfen wurde. Er ist für Monate in eine Art Lethargie gefallen, wusste nicht mehr, was er machen sollte… Aus seinen Biografien (ich habe 3 gelesen) entnehme ich, dass er in dieser Phase wirklich Angst um seine Zukunft hatte, vielleicht sogar um seine finanzielle Situation, obwohl er noch vermögend war.

Dann gründete er die Unternehmen Pixar und Next, die heute fast kein Mensch mehr kennt. Der Film ToyStory von Pixar war allerdings der erste vollständig Computer-animierte Film und damit Vorreiter für viele weitere seiner Art. Wieder zurück bei Apple revolutionierte Steve Jobs die Handy Welt.
Wieder einmal hat er, wie viele andere auch, sich gefragt: Was wollen die Menschen? Wie kann ich etwas großartiges für meine Mitmenschen kreieren?

Ich glaube nicht, dass Steve Jobs zu solchen Ergebnissen gekommen wäre, wenn er sich mit Bilanzen und GuV auseinander gesetzt hätte…Steve Jobs und vielen anderen, erfolgreichen Persönlichkeiten unserer Zeit waren Dienstleistungen und Produkte wichtig, die die Menschen begeistern. Sie feilen täglich an der besten Strategie, um diese Produkte und Dienstleistungen unter die Leute zu bringen und sie netzwerken viel, um gute Mitarbeiter zu finden. Qualität ist ihnen wichtig, genau so wie der Mut, auch mal Experimente zu wagen. Der Auftritt und das Marketing kann entscheidend sein.. Geld kommt von ganz alleine und steht nicht im Fokus.

Und mal ganz nebenbei:
Eine Idee, die floppt oder eine Privatinsolvenz, können wertvolle Erfahrungen auf dem Weg zum Erfolg sein.

Weitere Informationen

Das beste Interview zum Thema Strategie, was ich kenne, stammt von Jürgen Dawo

Diese Inspirationen von Menschen haben mich in Bezug auf Selbstständigkeit, Denken und Unternehmertum sehr geprägt:

  • Bruce Lee – Kampfsportler (Sei Du selbst, gehe deinen Weg)
  • Jacky Chan – Kampfsportler (Bleibe stets bescheiden)
  • Simon Sinek – Unternehmensberater (Frage Dich stets: Warum tust Du etwas?)
  • Peter Kruse – Unternehmensberater (Erfolgreiches Teamwork: 1+1=3)
  • Tim Ferris – Autor, Blogger und Experimental-Biologe (Effizienz ist entscheidend für den Erfolg)
  • *Torsten Schumacher – Unternehmensberater (Die besten Mitarbeiter brauchen Herausforderungen und Freiheiten)
  • Sylvester Stallone – Schauspieler (Kreativität macht erfolgreich)
  • Shawn Achor – Unternehmensberater (Mit Spaß arbeitet es sich leichter)
  • Michael Phelps – Profisportler (Krisen sind zum Wachsen da)
  • Albert Einstein – Physiker (Bleibe neugierig und nutze deine Kreativität)
  • Dan Gilbert – Unternehmensberater (Die Psyche des Menschen ist oft irrational – Nutze es)
  • Ken Robinson – Unternehmensberater (Das Kapital liegt in der Bildung – Bildung braucht die richtigen Bedingungen zum Wachsen)
  • Richard David Precht – Philosoph (Stell alles in Frage – Vor allem das, was alle Menschen glauben zu wissen)
  • *Benjamin Schulz – Unternehmensberater (Stehe zu Dir selbst, auch dann, wenn es weh tut)

Quellen

  1. TED Vortrag: Start with Why
  2. http://www.mac-history.de/wp-content/uploads/2008/10/steve-jobs-stanford1.jpg

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